16.07.2010

Dabringhauser Chor probt mit Hanjo Gäbler und singt dann vor

RGA, von Janine Schäfer

Neue Lieder, Singtechniken und Impulse standen für den Chor "Up to date" aus Dabringhausen auf dem Programm. Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag ließen die jungen Sänger mit professioneller Unterstützung von Hanjo Gäbler das Pflaster rund um das evangelische Gemeindehaus an der Altenberger Straße beben. Abgeschlossen wurde der Workshop mit einem Auftritt im Abendgottesdienst.

Der in Hamburg lebende Musiker Hanjo Gäbler, der durch seine Gospelmusik bekannt wurde, hat schon öfters bei Chor-Wochenenden oder Konzerten mit dem Chor zusammengearbeitet.

Bevor Gäbler die jeweiligen Stücke mit dem Chor einstudierte, erzählte er etwas zur Entstehungsgeschichte, oder was er selber mit dem Lied verbindet. "Ich möchte dem Chor die Lieder nicht nur musikalisch rüber bringen, sondern auch inhaltlich.

Es sollen Geschichte damit verbunden werden." So berichtet Hanjo Gäbler immer wieder mit Begeisterung über das Gemeinde- und Chorleben in den Vereinigten Staaten, wo er oft ist und eine Menge Inspiration findet.

Besonders wichtig ist Hanjo Gäbler die Eigenverantwortlichkeit der Sänger: "Es kommt auf jeden einzelnen an", motiviert er den jungen Chor, dessen Sänger zwischen 13 und 41 Jahre alt sind.

Doch bei Gäbler gibt es nicht nur Worte, bei ihm wird alles praktisch umgesetzt: Ein Singkreis, bei dem jeder Sänger neben einer anderen Stimme steht, und sich ausschließlich auf sich selbst verlassen muss.

Dass es beim Gospel nicht nur auf den Gesang ankommt, sondern auch auf die entsprechenden Bewegungen, lebt Hanjo Gäbler vor. Kaum sitzt der Mann am Klavier, wippt und stampft er auch schon mit, strahlt eine unendlich Freude aus, die sich sofort auf die Workshop-Teilnehmer überträgt.

"Ausladende und freudige Bewegungen sind wichtig", gibt Gäbler den Chormitgliedern wertvolle Tipps. "Eure Freude muss dem Zuhörer beim ersten Ton ins Gesicht springen", erklärt Hanjo Gäbler.

Sechs neue fetzige wie auch ruhigere Lieder studiert der Chor im Gemeindehaus ein - sowohl zum Playback als auch zur Klavierbegleitung durch Malte Büsing.

Viele von Gäblers Lieder stammen aus seiner eigenen Feder. "Die Ideen dafür kommen mir oft in der Nacht", verrät er. Oft sei zuerst die Musik da, dann der Text.

Doch auch persönliche Elemente baut der 32-Jährige gerne ein. "Ich will ja schließlich von meinen Erlebnissen und Erfahrungen etwas weitergeben."

Besonders begeistert ist er vom afro-amerikanischen Soul. "Ich bin ein Fan der 70er", offenbart er den Chormitgliedern.

Natürlich gibt es auch Pausen im spontan aufgebauten Pool oder mit intensiven Gesprächen. "Neben der musikalischen Weiterbildung sollte der Workshop natürlich auch der Gemeinschaft dienen", erklärt Katrin Wengler, die seit 20 Jahren "Up to date" voller Elan leitet.

Sie selbst guckt sich auch die ein oder andere Technik ab, um den 45-köpfigen Chor Woche für Woche musikalisch "unter Kontrolle" zu haben. Klavierspieler Malte Büsing (Wengler: -Ohne den läuft es nicht") guckt dem Profi gerne mal über die Schulter und lässt sich von Hanjo Gäbler inspirieren.

Interessierte Sänger ab 13 Jahren sind · nach den Ferien - sonntags eingeladen, um 18 Uhr zur Probe ins Gemeindehaus an der Altenberger Straße zu kommen.

11.12.2009

Junger Chor sammelt für guten Zweck

CARITAS "Notbremse" hilft Kindern aus Spendentopf

BM, von Andreas Weber

Vor etwas über zwei Jahren zog die Caritas Remscheid die "Notbremse". Bedürftigen Kindern wird seither aus einem Spendentopf geholfen. 48 300 Euro wurden von August 2007 bis September 2009 an 500 Kinder ausgezahlt.

Es sind Fälle wie diese:Das Kind einer alleinerziehenden Mutter, die Sozialleistungen bezieht, benötigt eine Operation in einem 300 Kilometer entfernten Krankenhaus. Die Kosten für die Unterbringung der Mutter zahlt die Krankenkasse nicht - anteilig tritt die "Notbremse" ein;

Eine Familie hat drei Schulkinder. Der Vater ist arbeitslos, kann die Klassenfahrt nicht bezahlen - die "Notbremse" hilft;

Eine Mutter von zwei Kindern, die gerade ihren dritten Nachwuchs erwartet, ist privat insolvent, ihren Partner plagen Schulden in fünfstelliger Höhe. Schulmaterialien über 110 Euro kann sie nicht aufbringen - die "Notbremse" springt ein;

Eine Familie mit vielen Kindern kann sich einen Tagesausflug für einen ihrer Sprößlinge nicht leisten. Das Kind wäre das einzige der Klasse gewesen, das nicht hätte mitfahren können - die "Notbremse" macht es möglich.

Angeschoben 06/07 durch die RGA-Aktion "Helft uns helfen" erhielt die "Notbremse" einen hohen Grundstock, "mit dem sie Gutes tun kann. Auf ihren Flyern steht "Hilfe für Kinder in Remscheid", gleichwohl fühlt sich die Caritas auch Wermelskirchen verpflichtet. In den letzten Wochen hat die "Notbremse" ihre bislang höchsten Spenden aus dieser Stadt bekommen.

Die insgesamt 750 Euro stammen aus Dabringhausen. Der junge Chor "Up to date" der evangelischen Kirchengemeinde überwies die 300 Euro vom Mätesingen, die Kirchengemeinde legte mit Bücher- und Plätzchenverkauf beim Indoor-Weihnachtsmarkt in der Mehrzweckhalle nach und stellte der "Notbremse" einen Scheck über 450 Euro aus. Antragsteller müssen Institutionen wie Kindergärten, Schulen, Jugendzentren oder Vereine sein. Caritas-Geschäftsführer Werner Fußwinkel garantiert zügige Abwickelung. "Wir leben von der Schnelligkeit.

Manchmal binnen Minuten, längstens dauert es 24 Stunden." Kleinere Summen sind die Regel. Und die werden völlig unbürokratisch auf "Treu und Glauben" vergeben. Ein Kuratorium muss Fußwinkel erst bei höheren Ausgaben befragen. Bargeld wird allerdings grundsätzlich nicht ausgehändigt. Die beantragende Institution tritt in Vorleistung, bekommt das Geld überwiesen. Die "Notbremse" fördert Zuschüsse zu Freizeiten, Taschengelder bei Schulausflügen, Erstausstattungen für die Schule, Schulbücher, Bekleidung, Schuhe, Möbel, finanziert Freizeitaktivitäten wie Sport und Musik, unterstützt bei medizinischer Versorgung. "Jeder Euro wird 1:1 weitergegeben", verspricht Fußwinkel.

Einen obersten Grundsatz vertritt das überkonfessionelle Projekt: "Wir fragen nicht nach Ursachen. Kinder haften nicht für ihre Eltern." Werner Fußwinkel weiß, dass Kinderarmut immer dramatischere Züge annimmt. Was es heißt, vom Arbeitslosengeld II zu leben, macht er an einem deprimierenden Beispiel klar: Einem Kind bleiben nach den Regelleistungen 2,59 Euro pro Tag für Ernährung. "59 Cent sind für das Frühstück, zwei Euro der Beitrag für Mittagessen in der Kindertagesstätte oder der Ogata. Und dann bleibt nichts mehr für ein Abendessen", rechnet der Caritas-Geschäftsführer.

Nach den Regelleistungen im Sozialgesetzbuch II stehen Erwachsenen 351 Euro (11,70 pro Tag), Kindern ab 15 Jahren 281 Euro (9,06 pro Tag) und Kindern bis 14 Jahre 211 Euro (6,81 pro Tag) zur Verfügung. "Wer da mal auf ein Fahrrad für seinen Nachwuchs sparen will, braucht ein halbes Leben", meint Werner Fußwinkel. Die "Notbremse" ist angetreten, punktuell zu helfen.

Bis heute stammen 98 Prozent aller Anfragen aus Remscheid. Das muss nicht so bleiben. Denn für Wermelskirchen fühlt sich die "Notbremse" ebenso zuständig. Umso mehr, als nun auch namhafte Spenden aus Dabringhausen eingetroffen sind.

- Notbremse", Caritas Remscheid, Werner Fußwinkel, Blumenstraße 9, 42 853 Remscheid, 0 21 91 / 49 11 0, E-mail: info@caritas-remscheid.de; www.notbremse.net

07.09.2009

25 Jahre gibt es "Up to date"

RGA, von Anna Wieland

25 Jahre "Junger Chor Up to date". Ein Ereignis, das der Chor aus Dabringhausen gestern Nachmittag feierte. Wie es sich für einen Chor gehört, gaben die jungen Sänger ein energiegeladenes Konzert. Auf dem Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde in Dabringhausen in der Altenbergerstraße stellte der Chor sein aktuelles Repertoire vor.

1984 gründete sich die Sängerschar als "Jugendchor". Damals, im März '84 standen die ersten Zwanzig auf der Bühne. Der damalige Jugendreferent Ludwig Wenzel rief mit Siegfried Fischer den Chor ins Leben. Sie wollten etwas anderes - weg von dem klassischen Kirchenchor - probieren. Über die Jahre kamen und gingen viele Sänger, einige der ersten Stunde blieben.

So auch Dino Vieth, der heute immer noch so begeistert ist wie vor 25 Jahren. Heute zählt der junge Chor rund 50 Sänger. Ein Trend, der in den letzten Jahren zunahm. "Viele der Konfirmanden kommen nach der Konfirmation in den Chor", weiß Chorleiterin Katrin Wengler. Die Altersspanne liegt zwischen 13 und 40 Jahren. Doch nicht nur das Alter, auch die Berufe sind bunt gemischt. "Wir zeichnen uns gerade durch diese Mischung aus", erklärt Wengler.

"Trotz der großen Alters- und Interessendifferenz ist die Harmonie toll." Katrin Wengler leitet seit 18 Jahren

das bunte Trüppchen. Und trotzdem verliert sie nicht den Elan, Woche für Woche neue Pop- und Gospelsongs mit den Sängern zu erarbeiten. "Gerade weil wir so viele unterschiedliche Persönlichkeiten sind achte ich darauf, das Repertoire zu mischen", erklärt Wengler.

Auch der Name hat eine Bedeutung: So steht "Up to date" nicht dafür, modern zu sein, sondern dass das Wort Gottes heute noch aktuell ist. Die Begeisterung sieht man dem Chor an. Gefühlvoll, aber auch ausgelassen interpretieren sie moderne, christliche Stücke.

Die Auftritte sind vielfältig: Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten, Jugendveranstaltungen. "Eigentlich singen wir überall da, wo man uns gerne hört", berichtet Chormitglied Dino Vieth. Ein Mal im Jahr fährt "Up to date" auf ein Chorwochenende. Dort wird geprobt, gespielt, gemeinsam gelebt.

"Auf dem Chorwochenende lernen wir uns besser kennen. Das ist gerade für die Neuen immer eine tolle Erfahrung", resümiert Vieth. Einige Male waren auch schon professionelle Gospelcoaches dabei. Zu den Referenten zählen beispielsweise der Hamburger Hanjo Gäbler oder der Schwede Joakim Arenius.

Ebenso werden Gospelworkshops oder andere Musikveranstaltungen gemeinsam besucht. Besonders das "PoGo" (Pop- und Gospelfestival) in Witten kommt bei den Sängern gut an.

Jeden Sonntag wird im Gemeindehaus Dabringhausen (Altenberger Straße) von 18 bis 19.30 Uhr geprobt. Oft werfen Passanten, die den Gesang draußen hören, einen Blick in den Saal, um zu sehen, was dort vor sich geht.

- Weitere Infos im Internet unter "htttp://www.chor-uptodate.de" www.chor-uptodate.de

 

22.04.2008

Junger Chor "Up to date" ließ Gemeindehaus erbeben

RGA, von Anna Wieland

"Time to celebrate" wurde zum Leitmotto des Konzertes Freitagabend im evangelischen Gemeindehaus Altenberger Straße. Der junge Chor "Up to date" begeisterte mit Hanjo Gäbler und Band das Publikum.

Die Zeit wurde zum Tanzen, Klatschen und Singen sowie Lobpreis Gottes genutzt."Up to date" leitete das Konzert ein. Der junge Chor präsentierte acht Lieder. Das größtenteils aus Dabringhausen stammende Publikum zeigte sich begeistert - einige waren nur wegen des Chors ins Gemeindehaus gekommen.

Severin Hämmerl führte charmant durch das Programm. "Eigentlich kann man von nichts in der Welt genug haben. Man hat nie genügend Geld oder Freude, Liebe oder Glück. Das Einzige, was immer reicht, ist Gott", leitete er "You are enough" ein.

Als Übergang zwischen den Auftritten von Chor und Band diente "Let him lead your life", welches von Gäbler und dem Chor gesungen sowie von der Band begleitet wurde. Chorleiterin Katrin Wengler und Hanjo Gäbler hatten sich auf dem Gospel-Fest "PoGo" in Witten kennengelernt. Sie nahmen an Workshops teil und entwickelten die Idee einer Kooperation. Der Sänger und Pianist bot sich sofort an, "Up to date" zu unterstützen.

Da die Zusammenarbeit während des Chor-Wochenendes im vergangenen Jahr so gut funktionierte, werden die jungen Sänger auch 2008 wieder professionelle Unterstützung erhalten. Bekannt geworden ist Gäbler mit seiner Gospelmusik. Jedoch orientiert sich die Band, die aus Martin Denzin (Schlagzeug), Martin Olding (E-Gitarre) und Karsten Fernan (E-Bass) besteht, auch anderweitig und präsentierte ein abwechslungsreiches Programm mit Funk, Gospel, Pop sowie Blues.

Besonders "I know a God" riss das Publikum von den Stühlen. Das Lied, welches stark an den Rock'n'Roll der 50er erinnerte, animierte die Zuhörer zum Tanzen, Mitwippen oder Klatschen.

Der Saal des Gemeindehauses bebte; Publikum und Musikern war der Spaß an den fetzigen Rhythmen anzumerken. Gäbler überzeugte mit extravaganter Stimme und gutem Stimmgefühl; die Musiker begeisterten mit Soli.

Die vier Bremer sind auf Tour durch Deutschland. Am Freitag in Dabringhausen, trat die Band danach in Stade bei Hamburg auf. Gäbler ist es wichtig, den Kontakt mit befreundeten Gemeinden zu pflegen. So verbrachte er lange Zeit in seiner Partnergemeinde in den USA. Dort fand er Inspiration und war erstaunt über die musikalische Gestaltung. "Die Musik war echt, handgemacht. Diese Menschen haben mir gezeigt, was wahre Liebe zu Gott bedeutet", berichtet der Hamburger begeistert.

Ein deutschsprachiges Album plant er in Kürze. "Deutsche Lieder zu schreiben und zu singen, ist eine neue Herausforderung für mich", erklärt Gäbler, der bislang meist auf Englisch textete. Darum hörten die Dabringhauser die Uraufführung vieler neuer Lieder. Deren Texte waren mit Gäblers Erfahrungen geschmückt. So verriet der Gospelmusiker in einem seiner Songs: "Ich bin ein Fan der 70er."

Gäbler sang und erzählte ebenso von seiner Liebe zu Gott wie den Erfahrungen, die er mit dem Glauben sammelte.

18.10.2007

Junger Chor "Up to date" probte in Lindlar

RGA, von Anna Wieland

Der junge Chor "Up to date" heizte der Jugendbildungsstätte des CVJM Lindlar-Köttingen ordentlich ein: Die jungen Sänger verbrachten dort ein Chor-Wochenende mit professioneller Unterstützung von Hanjo Gäbler.

"Es macht wieder einmal riesig Spaß. Das Chor-Wochenende ist immer ein ganz besonderes Erlebnis", ist Dino Vieth, langjähriges Mitglied des Ensembles, begeistert. "Für unsere Gemeinschaft und unseren Glauben ist dieses Wochenende enorm wichtig". Das diene immer dazu, die neu dazugekommenen Sänger besser kennen zu lernen.

Den Freitagabend gestalteten einige Jungscharleiter der evangelischen Gemeinde Dabringhausen. Der Chor begeisterte sich für das an "Die Siedler" angelehnte Spiel. In Gruppen von jeweils zehn Personen kämpften die Sänger um den Sieg. Ziel des Spiels war es, alle Charaktere weiterzuentwickeln und Gebäude zu bauen. Die dazu nötigen Rohstoffe sowie Charakterbildungs-Punkte mussten erspielt werden. Kluge Köpfe waren gefragt, für das Lösen von Knobelaufgaben gab es Zusatzpunkte.

Der gesamte Samstag wurde zum Proben genutzt. Von früh bis spät erklangen fetzige Töne in der Jugendbildungsstätte. Von Gospel bis hin zu Traditionals war die Bandbreite groß. Hanjo Gäbler zeigte sich begeistert vom Talent des Chors und deren Aufnahmefähigkeit. Neun neue Lieder wurden einstudiert. Ob zum Playback oder a capella, der Chor war unermüdlich.

Kurze Pausen für Sonnenbäder genutzt Aber auch an ruhigen Minuten mangelte es nicht. Es wurde viel über den Glauben nachgedacht. So begann beispielsweise der Morgen bereits mit einer freiwilligen Andacht. Auch im Laufe des Tages wurden immer wieder Anstöße zum Nachdenken gegeben.

Bibelpassagen wurden vorgetragen und Geschichten mit christlichen Inhalten erzählt. Die kurzen Pausen zwischen den Proben wurden für Sonnenbäder genutzt. In großen Gruppen saßen die Dabringhauser zusammen und genossen das gute Wetter. Im Anschluss an die Proben gab es am Samstagabend noch ein Solotraining.

Die Sänger erhielten wertvolle Tipps für ihre Soli. "Euer Selbstbewusstsein und eure Freude am Singen muss dem Zuhörer quasi direkt beim ersten Ton ins Gesicht springen", erklärte Hanjo Gäbler den Chormitgliedern.

Vor 23 Jahren wurde die damals noch "Jugendchor" genannte Gruppe gegründet und später "Up to date"" umbenannt. "Der Name steht nicht dafür, dass wir Sänger immer die angesagtesten Klamotten tragen, sondern das Wort Gottes noch heute aktuell ist", erklärt Vieth. "Uns ist es sehr wichtig, die Menschen mit unserer Musik zu bewegen und die Nachricht Gottes zu verbreiten".

Derzeit leitet Katrin Wengler den knapp 60 Personen starken Chor der evangelischen Kirchengemeinde. Die Sängerinnen und Sänger sind zwischen 13 und 38 Jahren.

- Vom Konzert "In this house" im November 2006 ist ein Mitschnitt erhältlich. Unter "www.chor-uptodate.de" kann die Doppel-CD für 10 Euro bestellt werden.

- Weitere Informationen zum Chor gibt es unter 02 1 93 / 41 44. Interessierte Sängerinnen und Sänger ab 13 Jahren sind sonntags eingeladen, zur Probe um 18 Uhr in den Saal des Gemeindehauses Dabringhausen an der Altenberger Straße zu kommen.

03.09.2007

Die Gemeinschaft wirkt positiv

VON KRISTINA DE GIORGI

Wermelskirchen (RP) Kirche ist nicht langweilig, betont Dino Vieth. Nur: Viele Bürger machen sich überhaupt nicht die Mühe, Kirche und deren Gemeinden kennenzulernen. Seiner jungen Familie gibt das Gemeindeleben in Dabringhausen sehr viel.

„Glaube und dessen Vermittlung ist immer noch ein aktuelles Thema. Es geht nicht bloß um ein Ereignis. das vor mehr als 2000 Jahren irgendwo in der Welt passiert ist und heute niemanden mehr zu interessieren hat.“ Der Gesichtsausdruck von Dino Vieth wird ernst bei diesen Sätzen. Seine Frau Silke nickt zustimmend. Deswegen kommen die beiden mit ihren Kindern zum Gemeindefest nach Dabringhausen, um Glauben, dessen Vermittlung und die Gemeinschaft zu erleben und weiterzugeben.

Gebürtig aus dem Dorf Dabringhausen, haben beide Ehepartner von Kindheit an Vertrauen und Rücksicht gelernt, Respekt gegenüber anderen Menschen und der Glaube spielten in ihrem Leben schon immer eine große Rolle. Regelmäßige Besuche in den Kinder- und Jugendgruppen der Gemeinde brachten nicht nur Spaß und Wertevermittlung, sondern auch Freunde und lehrten den Umgang mit Menschen.

Info

Angebote

Ein vielfältiges Angebot gibt es für Kinder und Jugendliche in der Evangelischen Kirchengemeinde Dabringhausen: Nach der Spielgruppe können die Kinder ab dem sechsten Lebensjahr in den Kinderkreis. Jungschar und Bibelkreis bieten zusätzlich Raum zum Treffen. Nur nach der Konfirmation entsteht oft ein kurzzeitiges „Loch“, bevor die offene Jugendarbeit anfängt, die in der Gemeinde gut genutzt wird.

Aktiv im Gemeindeleben

Das hat sich bis heute gehalten: Beide sind aktiv in das Gemeindeleben integriert, singen engagiert im „Up to Date-Chor“ der Gemeinde. „Wir sind eine sehr aktive Gemeinde“, weiß Dino Vieth. Dass diese an Stellenwert in der Gesellschaft verloren hat, liegt seiner Meinung nach nicht am Engagement der Gemeindemitglieder. Auch heute gibt es eine Vielzahl von Angeboten für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde Dabringhausen, doch deren Nutzung ist nicht mehr so stark wie früher: „Landläufig gelten Kirche und Gemeinde wohl immer noch als langweilig, und das Gegenteil herauszufinden machen sich anscheinend nicht mehr so viele die Mühe. Dabei ist Kirche gar nicht langweilig“, betont Dino Vieth.

„Vermutlich liegt es auch an dem vielseitigen Angebot außerhalb der Kirche, wie Sportvereine und Clubs“, so Silke Vieth. „Da gehen die Jugendlichen halt lieber hin.“ Für Silke und Dino Vieth hat die Gemeinde einen besonderen Stellenwert im Leben, den sie auch an ihre Kinder Lara (5 Jahre) und Arne (2 Jahre) weitergeben. Lara geht in den Kindergarten der Gemeinde und kann ab dem sechsten Lebensjahr den Kinderkreis besuchen. „Da gehen viele von ihren Freunden hin und den Kindern macht es riesigen Spaß“, weiß Silke Vieth. Wichtig auch im Leben der Familie Vieth ist die Gemeinschaft. Die war auf dem Gemeindefest deutlich zu spüren. Ein reges Treiben gab es auf dem Platz und nahezu alle Besucher blieben nach dem einleitenden Punkt 10-Gottesdienst bei Würstchen, Pommes, Salaten und einem Kuchenbuffet da. Der Posaunenchor Kleine Linde spielte, der Singkreis unter Evi Hämmerl sowie der Junge Chor unter Kathrin Wengler sangen nicht nur christliche Lieder. Eine kurze Andacht vor dem Höhepunkt des Festes, dem Auftritt von „Next Exit“, die sich aus Missionsarbeit gegründet hat, schaffte Besinnung und Blick für das Wesentliche: Respekt und Interesse an Gemeinschaft und Menschen.

06.11.2006

"Up to date"-Chor sorgte für Gänsehautstimmung

RGA, von Raissa Haß

"Why don't you come in this house? - Warum kommst du nicht einfach in Gottes Haus?" Der "Up-to-date"-Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Dabringhausen hatte für Samstag und Sonntag zu Konzerten eingeladen.

"In this House" war wörtlich zu nehmen, denn das Gemeindehaus war voll. "Der Vorverkauf lief viel besser, als wir erwartet haben", strahlte Dino Vieth stolz. Karten an der Abendkasse gab es kaum noch; manch einer musste stehen.

Der Gospelchor sorgte jedoch ohnehin dafür, dass die Sitze kalt blieben, denn die fröhlichen Rhythmen ließen das Publikum nicht stillsitzen. Eine kleine theoretische Anleitung zum Klatschen animierte auch die Letzten.

Nach 22 Liedern hieß es allerdings schon "Stimme schonen" - am Sonntag stand schließlich noch das zweite Konzert bevor, bei dem teilweise die Solist(inn)en getauscht wurden. Der vierstimmige Chor zeichnet sich besonders durch diese Solo-Sänger(innen) aus. Denn Gänsehaut-Gefühl bei einem Publikum aus drei Generationen ist keine Selbstverständlichkeit.

Ein Höhepunkt war das Lied "My life is in your hands" mit Lina Eickhoff. "Die langsamen Stücke singen sie eben am besten", empfand nicht nur Thomas Busch. Außer den Liedtexten zeugten kleine Andachten und Bibelstellen von der Verbundenheit mit Gott.

Einer der letzten Songs spiegelte die Harmonie zwischen Chor und Publikum wider - "der Segen" war für alle im Raum bestimmt. So wurde immer wieder daran erinnert, warum der Chor singt und versucht, durch Konzerte diese Botschaft weiterzugeben.

Dies ist besonders Chorleiterin Katrin Wengler wichtig, die ihren 50-köpfigen Klangkörper auf ein beachtliches Niveau gebracht hat.

19.07.2004

Dabringhausen: Junger Chor feierte Geburtstag

Die Erinnerung an die gemeinsame Chor-Vergangenheit stand gestern beim Fest des "Jungen Chores - up to date" im und am evangelischen Gemeindehaus an der Altenberger Straße im Vordergrund.

Chorleiterin Katrin Wengler und ihre Mitstreiter hatten im Vorfeld zum 20. Geburtstag des Ensembles 210 ehemalige Mitglieder angeschrieben und zu der Veranstaltung eingeladen. Rund 100 hatten zugesagt und fanden sich - oft mit ihren Familien - am Sonntag ein. Im Mittelpunkt stand zwar das gemütliche Beisammensein, aber es wurde auch viel gesungen. Der Chor präsentierte aus jedem Jahr seit der Gründung jeweils ein Lied. Damit aber noch genug Zeit zum Klönen blieb, trugen die 40 aktiven Sänger des "Jungen Chores - up to date", die stimmlich von den ehemaligen Ensemble-Mitgliedern unterstützt wurden, die Lieder in vier etwa 20-minütigen Konzertblöcken vor.

17.07.2004

20 Jahre: Junger Chor der evangelischen Gemeinde Dabringhausen

RGA, von Michael Albrecht

Morgen wird das an der Altenberger Straße groß gefeiert. Von den Gründungsmitgliedern ist nur noch einer aktiv. Dino Vieth, der heute gemeinsam mit Lasse Büsing für die Technik verantwortlich ist, gehörte 1984 zu den jungen Leuten, die sich nach dem Jugendbibelkreis am frühen Sonntag Abend zum gemeinsamen Singen trafen, aus dem dann der "Junge Chor - up to date" entstand.

"Die Idee hatte der damalige Jugendreferent Ludwig Wenzel. Er und Siegfried Fischer haben den Chor ins Leben gerufen", erinnert sich Katrin Wengler. Sie leitet seit 1991 den Chor - anfangs gemeinsam mit Claudia Görke - und gehörte ebenso wie Silke Vieth zu den Mitgliedern, die mit am längsten dem gemeinsamen Singen frönen. 1985 trat Katrin Wengler dem Chor bei. "Wie die meisten direkt nach der Konfirmation", erzählt sie. Das hat sich bis heute nicht geändert. Viele der gegenwärtig 45 Mitglieder. Entsprechend groß ist die Altersspannbreite der Sängern. Sie reicht vom 13-Jährigen bis zum gestandenen Erwachsenen. Im Laufe der Jahre standen mit dem Chor gut 210 Sänger auf der Bühne, viele von ihnen leben längst nicht mehr in Dabringhausen. Sie alle hat der Chor zum Geburtstagskonzert am Sonntag, 18. Juli (10 Uhr), eingeladen. Viele haben geantwortet und etliche ihr Kommen zugesagt, freut sich sich Katrin Wengler. Pascal Schürmann ist einer von ihnen. Der Chefredakteur des Fachblattes "Yacht" lebt heute in Hamburg und will das Fest mitfeiern, wenn kein anderer Termin dazwischen kommt.

Anfänglich wagte sich der Junge Chor nicht gleich an eigene Konzerte. Bei offenen Abenden mit anderen Gemeindegruppen unterhielten die Sänger ihre Publikum mit peppigem Christ-Rock. Der erste fand im Oktober 1988 mit dem Titel "Zukunft - Angst oder Hoffnung" statt. Dreizehn Jahre nach der Gründung schließlich lud der Chor erstmals zu einem Konzert ein. Da hatten die Sängerinnen und Sänger schon reichlich Bühnenerfahrungen. Gemeinsam mit dem Jugendchor Dhünn führten sie Musicals auf: "Begegnungen" (1990), "Felsenfest" (1994) und "Hoffnungstal" (1999). Die letzten Konzerte standen unter den Überschriften "Kreuz und Quer" und "Rhythm of Life". Sie wurden von Oliver Seesko moderiert. Vom letzten großen Auftritt am 1. Februar 2003 ("Rhythm of Life"), der mit einer Lightshow in der Kirche und Glühwein im Schnee abgerundet wurde, gibt es noch einen Live-Mitschnitt auf CD.

Die erfolgreiche Bühnenarbeit der Gemeinschaft wird sich auch im Programm für das bevorstehende Geburtstagskonzert widerspiegeln. Aus jedem Jahr bringen die Sänger ein Lied zum Besten. "Da rollen sich bei den 16-Jährigen die Fußnägel hoch", lacht Katrin Wengler über ihre Probenerlebnisse, wenn sie gemeinsam mit den Jugendlichen heute Lieder wie "Kommt zum Fest des Lebens" einstudiert. Ein Song, den der Chor vor zwanzig Jahren gesungen hat.

Ein fester Bestandteil des Chorlebens sind die gemeinsamen Chorwochenenden, die in den letzten Jahren des öfteren in Köttingen veranstaltet wurden. Auch die Teilnahme am Pop- und Gospelfestival in Witten seit vier Jahren ist für die Chormitglieder immer wieder ein Erlebnis.

20 Jahre "Junger Chor - up to date", 18. Juli, Jubiläumskonzert nach dem Sonntag-Gottesdienst (10 Uhr) im evangelische Gemeindehaus an der Altenberger Straße um 11.30 Uhr.

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